In Erinnerung - unvergessen gemeckert
Auch wenn sie nicht mehr an unserer Seite meckern, bleiben sie tief in unseren Herzen.
Diese Seite ist unseren unvergessenen Ziegenfreunden gewidmet - jede Einzelne von ihnen hat unsere Herde geprägt und Spuren hinterlassen.
“Der Mensch philosophiert übers Glück, die Ziege kaut einfach daran.”
Miego "Mini" vom Kappelhof
*13.04.2024 ✝24.08.2025

Miego
Miego ist durch einen tragischen Unfall viel zu früh von uns gegangen.
Er hat sich mit seinem Halsband so verdammt unglücklich verfangen, das er sich nicht mehr selbst befreien konnte.
Hilfe kam leider wenige Minuten zu spät … er war so ein guter Kerl - das hat er nicht verdient.
Es war kein Zaun, keine Kante und keine potentiell gefährliche Stelle, an die man zuerst denken würde. Es ist während eines ziegentypischen Gerangels mit einem Ziegenkumpel passiert, wie sie es beinahe täglich veranstalten. In diesem Moment hat sich das Halsband so ungünstig verdreht und um das Horn des anderen Tieres gewickelt …
Der Verlust von Miego hat uns tief getroffen.
Oft sind es die Tiere, bei denen man morgens noch ganz selbstverständlich den Stall betritt und nicht ahnt, das sich wenige Stunden später alles verändern wird …
Wir sind unendlich traurig und vermissen ihn sehr. Wir hätten ihm noch viele unbeschwerte Jahre in unserer Herde gewünscht.
Nachtrag
Miegos Verlust hat uns nachhaltig geprägt.
Bis heute wünschen wir uns manchmal, wir hätten die Zeit zurückdrehen und diesen einen Moment verhindern können.
Doch das können wir nicht.
Wir können aber aus dieser Erfahrung lernen.
Deshalb beschäftigen wir uns seit diesem Tag intensiv mit dem Thema Sicherheit bei Ziegenhalsbändern. Aus diesem Gedanken heraus entstanden später unsere Sicherheitshalsbänder. Nicht, weil wir glauben, dass es die perfekte Lösung gibt, denn die gibt es leider nicht.
Aber wir möchten alles dafür tun, Risiken zu verringern.
Kein verantwortungsvoller Ziegenhalter sollte erleben müssen, wie ein geliebtes Tier durch einen so vermeidbaren Unfall stirbt.
Keine Ziege sollte ihr Leben auf diese schreckliche Weise verlieren.
Wenn Miegos Geschichte dazu beiträgt, das andere Tierhalter sich mit diesem Thema beschäftigen und vielleicht sogar ein ähnliches Unglück verhindern können, dann bleibt von seinem viel zu frühen Abschied wenigstens etwas, das anderen Ziegen zugutekommt.
Miego können wir nicht zurückbekommen. Aber wenn seine Geschichte auch nur einer einzigen Ziege das Leben rettet, dann hat sein Verlust vielleicht doch etwas bewirkt.
MArijke

*03.03.2015 ✝28.04.2025
Marijke
Marijike war einfach eine Seele von Ziege.
Freundlich, verschmust und immer für eine Streicheleinheit zu haben. Sie gehörte zu den Tieren, die man schon nach kurzer Zeit tief ins Herz schließt.
Ihre Geschichte ist leider ein trauriges Beispiel dafür, wie wichtig Ehrlichkeit beim Tierverkauf ist.
Als Marijike zu uns kam, wurde sie uns als vierjährige Ziege verkauft. Erst als sie gesundheitlich immer weiter abbaute und tierärztlich untersucht wurde, wurde uns bewusst, das sie vermutlich bereits weit über zehn Jahre alt war. Viele Backenzähne fehlten bereits und auch alte, nicht gut verheilt Verletzungen waren deutlich erkennbar.
Als schließlich auch ihre Blutwerte auf ein tumoröses Geschehen hindeuteten und ihre Lebensqualität immer weiter nachließ, haben wir sie schweren Herzens erlösen müssen.
Wir sind dankbar für die Zeit, die wir mit ihr verbringen durften, und hätten ihr und uns nur gewünscht, dass ihr Weg zu uns etwas früher geführt hätte.
Milow vom Witziege Wald

*24.02.2025 ✝06.03.2025
Mabou vom Witziege Wald

*24.02.2025 ✝06.03.2025
Milow und Mabou
Manchmal geschieht das Unvorstellbare. Etwas, womit niemand rechnet, das sich niemand wünscht. Und plötzlich steht man da - mittendrin in einer Situation, in der man sich hilfloser nicht fühlen könnte. Diese Machtlosigkeit trifft einen mit voller Wucht und hinterlässt nichts als tiefe Traurigkeit.
Milow und seine Schwester Mabou wurden direkt nach ihrer Geburt von ihrer Mutter verstoßen. Trotz aller Mühe, allem Hoffen und vielen liebevollen Versuchen, ihre Mama umzustimmen, mussten wir die beiden schließlich schweren Herzens als Handaufzuchten übernehmen.
Anfangs sah alles gut aus - sie entwickelten sich, wenn auch in kleinen Schritten, und füllten unser Zuhause mit ihrer zarten Lebensfreude. Sie bewegten sich neugierig durch die Welt, machten kleine Sprünge, tranken, kuschelten - und ließen uns hoffen. Doch dann, plötzlich, am 9. Lebenstag, änderte sich alles. Ihr Zustand verschlechterte sich rapide. Ihre Körper wurden schwach, der Kreislauf instabil, die Temperatur sank. Trotz intensiver Pflege, der Fürsorge unserer wunderbaren Tierärztin und all unserer Liebe - wir konnten nichts mehr für sie tun.
Wir mussten sie gehen lassen...
Vielleicht hatte ihre Mutter doch ein Gespür dafür, dass etwas nicht stimmte. Auch wenn wir oft erleben durften, dass das kein Grund sein muss, war es diesmal vielleicht anders...
Unsere Herzen sind schwer. Wir vermissen euch so sehr, kleine Seelen. Milow, Mabou - ihr wart nur kurz bei uns, aber ihr habt Spuren hinterlassen. Wir sind unendlich traurig... ❤️
Grace

*07.07.2020 ✝30.09.2024
Grace
Grace war eine wunderschöne Ziege mit einem ganz besonderen Wesen.
Fremden gegenüber war sie eher vorsichtig und zurückhaltend, aber wenn man sich ihr Vertrauen verdient hatte, war sie eine unglaublich liebe und sanfte Ziegendame.
Leider wurde Grace schwer krank. Obwohl wir die Veränderungen schnell bemerkten und sofort gehandelt haben, konnten wir ihr nicht mehr helfen. Um ihr weiteres Leid zu ersparen, mussten wir sie gehen lassen.
Wir vermissen Grace sehr und hätten ihr noch viele gemeinsame, vertrauensvolle Jahre gewünscht.
Die flauschige Wärmflasche
An einem kühlen Abend saß unsere Tochter Hannah müde am Zaun. Eine Ziege kam, legte sich neben sie, ganz eng, als wollte sie sagen: "Ich pass auf dich auf.“ Manchmal vergessen wir, wie viel Herz in diesen Tieren steckt - bis sie’s einfach zeigen.

Ziegen vom Witziege Wald, 2024























